Lastschrift im Online-Handel vor dem Aus?

16.08. 2007 · Thema Internet, Verbraucher Tipps, Wirtschaft 

Online-Shops, die den Einzug per Banklastschrift als Zahlungsmittel anbieten, haben offenbar ein wachsendes Image- und Umsatzproblem. Mehr als jeder vierte Online-Shopper nämlich hält solche Anbieter für unseriös, wie eine aktuelle Studie zeigt. 57 Prozent der befragten Internet-Käufer lehnen das Lastschriftverfahren aus Sicherheitsgründen ab. Und lediglich 28 Prozent halten Shops, die das Verfahren anbieten, für vertrauenswürdig.

iclear- Geschäftsführer Michael Sittek wundert sich: „Immer mehr Studien belegen, dass der Online-Handel das Sicherheitsbedürfnis der Verbraucher nicht ernst genug nimmt. Umso erstaunlicher, dass es nach wie vor viele Webshop-Betreiber gibt, für die sicheres Bezahlen offenbar kein Thema ist und die immer noch mit den alten Verfahren wie Vorauskasse oder Lastschrift arbeiten.“ Dies sei nur möglich, „solange der Markt des Online-Handels kräftig wächst und selbst solche Shops steigende Umsätze zu verzeichnen haben, die dem Sicherheitsbedürfnis ihrer Kunden nicht ausreichend entgegenkommen.“

In den vergangenen Monaten aber, so der iclear-Chef, zeichne sich ein Wandel im Verbraucherverhalten ab. „Mit zunehmender Nutzung werden die Online-Shopper sensibler und lernen dazu. Ihr Sicherheitsbedürfnis wächst mit jedem Einkauf und mit jedem Medienbericht, der das Thema aufgreift. Allein im Juli haben nach unseren Recherchen in Deutschland rund 120 lokale und regionale Tageszeitungen mit insgesamt mehr als fünf Millionen Lesern über das einfache und sichere Bezahlen im Internet berichtet.“

Dies – und die zunehmenden Betrugsfälle – bleibe nicht ohne Folgen. „Sobald es um Summen über zehn Euro geht, sind die Verbraucher immer weniger bereit, in Shops einzukaufen, die keine oder zu wenig Sicherheitsmechanismen bieten. (iclear.de)



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