Loewe - zurück zu alter Stärke!
Den Trend zu Flachbild-Fernsehern hatte Loewe vor ein paar Jahren glatt verschlafen und sich damit selbst an den Rande des Abgrunds gebracht. Doch der fränkische Konzern hat gerade noch die Kurve bekommen und die Wende geschafft. Der Premium-Anbieter besinnt sich auf alte Stärken und konzentriert sich dabei auf das hochpreisige Segment. Mit großem Erfolg! Der SDAX-Titel hat Potenzial für deutlich höhere Notierungen.
Trend zu LCDs verschlafen
Das fränkische Traditionsunternehmen Loewe (WKN: 649410) gilt seit jeher als eine der Premium-Marken im Bereich der Unterhaltungselektronik, insbesondere bei Fernsehern. Der gute Name allein ist jedoch kein Garant für eine positive Geschäftsentwicklung. So stand das Unternehmen noch vor drei Jahren kurz vor dem Abgrund. Den Trend hin zu Flachbild-Fernsehern hatte Loewe schlichtweg verschlafen. Trotz der eleganten Designs waren Röhrengeräte nur noch schwer verkäuflich, die Kundschaft wanderte scharenweise ab. Nachdem Loewe 2002 mit Röhrengeräten noch einen Umsatz von über 350 Mio. Euro erzielt hatte, brachen die Erlöse im Jahr 2004 auf weniger als 140 Mio. Euro ein - ein Minus von rund 60%.
Hilfe aus Japan
Spät, aber gerade noch rechtzeitig änderte das Unternehmen seine Strategie und setzte auf die neue LCD-Technologie. Hilfe kam dabei aus Japan: Der Elektronikkonzern Sharp, einer der weltweit größten Hersteller von LCD-Displays, beteiligte sich im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit rund 29% an dem fränkischen Konzern und lieferte für Loewe fortan die LCD-Bildschirme. Dank dieser Kooperation konnte Loewe sein Angebot an Flachbildschirmen deutlich ausweiten. Die Basis für einen erfolgreichen Turnaround war gelegt.
Turnaround geschafft
Nach drei tiefroten Jahren in Serie gelang es dem Unternehmen aus dem fränkischen Kronach im vergangenen Jahr mit einem Reingewinn von 6,5 Mio. Euro erstmals wieder, schwarze Zahlen zu schreiben. Das operative Ergebnis machte sogar einen Sprung von 2,1 auf 13,2 Mio. Euro. Der Umsatz kam gleichzeitig um 7% auf 342 Mio. Euro voran. Dabei spiegelt dieser Anstieg den dynamischen Turnaround nur unzureichend wider. Die Wende nach der überstandenen Krise ging nämlich in erster Linie auf das Konto des florierenden Geschäfts mit hochwertigen Flachbildschirmen. Und hier fiel das Wachstum im vergangenen Jahr mit einem Anstieg von 35% erheblich höher aus. Allerdings schlug 2006 das Auslaufen der alten Röhrenfernseher-Produktion noch mit einem Umsatzminus von gut 40 Mio. Euro zu Buche.
Weiteres Wachstum zu erwarten
Diese Belastung wird es in diesem Jahr nicht mehr geben. Vor diesem Hintergrund stellt die Konzernführung für 2007 einen Umsatzanstieg auf rund 380 Mio. Euro in Aussicht. Diese Schätzung erscheint eher konservativ und sollte gut erreichbar sein. Ein Problem, das die Branche hat, ist jedoch der permanente Preisverfall bei LCD-Bildschirmen. Dieser bewegte sich im letzten Jahr bei bis zu 40% und dürfte aller Voraussicht nach auch 2007 nicht viel geringer ausfallen. Für Loewe stellt sich dieses Problem jedoch als nicht ganz so gravierend dar: Der Konzern setzt weiterhin auf seinen Vorteil als Premium-Marke, schwört auf fortschrittliche Technik und preisgekröntes Design. Mit dieser Strategie ist das Unternehmen bestens aufgestellt: Auf dem Heimatmarkt kommt man auf einen Marktanteil von 11%. Mehr als die Hälfte der Erlöse generiert Loewe aber mittlerweile jenseits der deutschen Grenzen.
Kein WM-Effekt wie im Vorjahr
In der ersten Jahreshälfte blieb das Unternehmen zwar erwartungsgemäß leicht hinter dem Umsatz des Vorjahres zurück. Dieser Umstand ist jedoch keineswegs ein Grund zur Besorgnis. Ursächlich hierfür war der WM-Effekt des Vorjahres. Im ersten Halbjahr 2006 hatte die starke Nachfrage nach Flachbild-Fernsehern im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft für einen regelrechten Boom in der Branche gesorgt. Nach einem schwächeren ersten Quartal, in dem der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 8% auf 82 Mio. Euro gesunken war, waren die Erlöse auch im zweiten Quartal rückläufig. Die konkreten Zahlen für das zweite Quartal wird Loewe am 8. August veröffentlichen.
Prognose bestätigt
Trotz des schwächer ausgefallenen ersten Halbjahres hat Vorstandschef Rainer Hecker die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. “In den letzten vier Monaten des Jahres werden wir genug Wachstum generieren, um unsere Jahresziele von 10% mehr Umsatz und mindestens 20% Plus beim Vorsteuergewinn zu erreichen”, so Hecker in einem Zeitungsinterview. Für den Fall, dass diese finanziellen Ziele erreicht werden, stellte der Manager für das laufende Fiskaljahr auch wieder die Ausschüttung einer Dividende in Aussicht. Zuletzt hatte Loewe für das Geschäftsjahr 2002 eine Dividende an seine Aktionäre ausgeschüttet.
Finanzinvestor steigt ein
Von der Position Loewes auf dem Markt für LCD-Fernseher und den weiteren Wachstumschancen ist offenbar auch der Londoner Finanzinvestor Electra QMC überzeugt. Die Beteiligungsgesellschaft ist vor kurzem mit einem Anteil von 10,13% bei dem fränkischen Traditionsunternehmen eingestiegen. Konzernangaben zufolge handelt es sich bei EQMC um einen langfristig orientierten Investor, der das Ziel verfolgt, Loewe bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie zu begleiten. Neben EQMC hält der japanische Elektronikkonzern Sharp knapp 29% und der Vorstand um Rainer Hecker rund 15% der Unternehmensanteile. Insgesamt liegen vom gesamten Börsenwert von derzeit rund 213 Mio. Euro nur noch Aktien für knapp 100 Mio. Euro bei freien Aktionären. Vor dem Hintergrund, dass Loewe in diesem Jahr einen Umsatz in Höhe von 380 Mio. Euro anpeilt, ist dies nicht viel. Der Einstieg des Finanzinvestors sorgt auf jeden Fall für zusätzliche Fantasie.
Günstige Einstiegsgelegenheit
Sowohl das Unternehmen als auch die Aktie sollten vor weiteren Zuwächsen stehen. Noch lockt bei dem SDAX-Titel ein günstiger Einstieg. Der Börsenwert liegt mit rund 213 Mio. Euro nach wie vor weit unter dem Umsatz, der in diesem Jahr rund 380 Mio. Euro erreichen soll. Auch das KGV von zwölf auf Basis der Gewinnschätzungen für 2008 lässt noch Raum für deutlich höhere Notierungen. Nach dem schwächeren ersten Halbjahr sollte der Kurs schon bald wieder Fahrt aufnehmen und in den nächsten Monaten die 20 Euro-Marke anpeilen. Wird diese Widerstandszone überwunden, eröffnet sich längerfristig weiteres Aufwärtspotenzial. (Aktienservice.de)
Termine LOEWE.
08. August 2007
Veröffentlichung Konzernbericht 1. Halbjahr 2007
30. August 2007, 12.00 Uhr
IFA-Pressekonferenz in Halle 6.2, Stand 201
Letzte Pressemeldung der LOEWE. AG
Juli 2007
Neue TV-Familie Loewe Connect: Alles wird möglich
Kronach. – Die Vielfalt multimedialer Anwendungen nimmt immer mehr zu. Im Wohnzimmer wird das TV-Gerät künftig der multimediale Mittelpunkt sein. Loewe entwickelt deshalb das Fernsehgerät weiter zum intelligenten, vernetzten Medienzentrum. Es wird so zum Mittelpunkt multimedialer Möglichkeiten.
Das Ergebnis lautet „Loewe Connect“. Connect besitzt nicht nur ein modernes Design insbesondere für jüngere Käufer, sondern geht völlig neue Wege in der Konnektivität zu mobilen Geräten wie z.B. Digitalkameras oder MP3-Playern und sogar zu PC-Netzwerken. Die neuen Geräte „Connect Media“ können darüber hinaus dank des integrierten Network Mediaplayers direkt auf Fotos, Bilder und Videos eines PCs oder eines Netzwerkspeichers zugreifen – und das durch den integrierten HDTV-Empfänger in hochauflösender Bild- und Klangqualität.
Ob Fotos aus der Digitalkamera oder dem Handy, Videos vom Camcorder, Musik aus dem MP3-Player, Gaming-Spaß aus der Spiele-Konsole oder Kinogenuss vom externen HD-DVD- bzw. Blu-ray-Player: die neue LCD-Fernsehgerätelinie „Connect“ von Loewe eröffnet ein neues Zeitalter der digitalen Unterhaltung. Sie schafft die perfekte, einfache Verbindung unterschiedlichster Medien. Mit Loewe Connect will das Unternehmen verstärkt moderne technikaffine Käufer ansprechen, die ihr Lebensgefühl sowohl im ästhetischen wie auch im funktionellen Sinn zum Ausdruck bringen. Diese Zielgruppe möchte sich heute durch den multimedialen Einsatz von mobilen Geräten und/oder lokalen Netzwerken das Leben so angenehm wie möglich gestalten.
Der Loewe Connect hat deshalb eine leicht zugängliche USB-Schnittstelle zum bequemen Anschluss von USB-Speichersticks, Multi-Kartenlesern, externen Festplatten oder Digitalkameras. Ein integrierter PhotoViewer erlaubt die direkte Präsentation von JPEG-Digitalfotos als Diaschau – natürlich in voller HDTV-Bildpracht mit 1920×1080 Pixel. Alternativ oder gleichzeitig lässt sich vom USB-Speichermedium auch noch Musik mit erstklassig voluminösem Klang abspielen.
Fit für die digitale HDTV-Zukunft
Neben diversen Anschlüssen für Camcorder, DVD-Player und Spielekonsole hat der Loewe Connect auch einen VGA-Anschluss für PCs und erlaubt so die großformatige Darstellung von beispielsweise Powerpoint-Präsentationen. PCs mit DVI-Ausgang, Spielekonsolen mit HDTV-Auflösung oder HD-DVD- bzw. Blu-ray-Player lassen sich an den beiden HDMI-Eingängen des Geräts anschließen. Ein Modul-Schacht mit Standardschnittstelle (CI) eröffnet ohne sonst zusätzlich erforderlicher Settop-Box die bequeme Wiedergabe von verschlüsselten Pay-TV-Programmen. Und schließlich kann optional oder nachträglich auch ein Satellitenempfänger eingebaut werden.
Der Loewe Connect wird zur Internationalen Funkausstellung in drei Gehäusefarben und vorerst drei Gerätegrößen vorgestellt: mit 37 Zoll Bilddiagonale, mit 42 Zoll Diagonale fürs Kinofeeling im Wohnzimmer und als kompakte Variante mit 32 Zoll für kleinere Wohnzimmer und Appartements oder als Zweitgerät fürs Schlafzimmer. Die ultraflachen Fernseher kommen in trendigem Weiß Hochglanz, elegantem Silber sowie zeitlos edlem Schwarz Hochglanz.
Auch mit WLAN und Harddisk-Recorder
Der neue „Connect Media“ hat zusätzlich zur USB-Schnittstelle eine Ethernet-Schnittstelle für die drahtgebundene Vernetzung und verfügt außerdem über ein WLAN-Modul. Auf diese Weise kann er ohne Verkabelung an einen Media-Server-PC oder einen Netzwerk-Speicher angebunden werden. Zur bequemen interaktiven Bedienung hat Loewe einen „Network Media Player“ integriert, der nicht nur den Zugriff auf zentral gespeicherte Digitalfotos und Musik eröffnet, sondern auch auf Videoclips. Der „Connect Media DR+“ rundet den Komfort nach oben ab, denn er verfügt zusätzlich über einen integrierten Harddisk-Recorder, der sogar HDTV-Sendungen aufzeichnen kann.
Webseite: LOEWE.
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