Suchmaschinen: Ganz vorne dabei!
Suchmaschinen wie Google und Yahoo sind aus dem täglichen Umgang mit dem Internet nicht wegzudenken: Über 70 Prozent aller Besuche auf Homepages und Portalen beginnen inzwischen mit der Eingabe eines Begriffs in das entsprechende Feld der elektronischen Suchhilfen, die mit Hunderten von Millionen monatlichen Zugriffen inzwischen zu den meistbesuchten Websites der Welt zählen. Demzufolge ist das Interesse von Unternehmen, mit ihren Produkten und Dienstleistungen möglichst prominent auf den Ergebnisseiten der Suchanfragen zu erscheinen, sehr groß. Denn sie wissen: Eine gute Position in der Auflistung aller gefundenen Websites zu einem Suchbegriff erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Angebot vom Nutzer wahrgenommen und auch tatsächlich angeklickt wird.
Mit der richtigen Strategie lassen sich Internet-Angebote so optimieren, dass sie von Suchmaschinen leichter gefunden und prominenter angezeigt werden.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, eine Pole-Position bei einer Suchmaschine zu ergattern: bezahlte Internet-Werbung oder gezielte Suchmaschinen-Optimierung. Ersteres gestattet es Unternehmen, gewünschte Begriffe direkt beim Betreiber der Suchmaschine zu buchen. Sobald nach einem dieser Begriffe gesucht wird, erscheint eine vorher definierte Werbung in der Trefferliste. Vorteile der Suchmaschinen-Werbung: die eigene Homepage erscheint auch tatsächlich jedes mal bei Eingabe der entsprechenden Begriffe am Bildschirm. Nachteile sind neben dem hohen Zeitaufwand, der für die Buchung und Pflege der Werbeaktivitäten anfällt, vor allem die nicht unerheblichen Kosten.
Deutlich effektiver ist es, wenn die Suchmaschine die eigene Homepage bei Abfrage eines bestimmten Suchbegriffs automatisch auf einen der vorderen Plätze der Rechercheliste (die so genannte „Natural List“) hebt – ganz ohne Bezahlung. Hier beginnt das weite Feld der Suchmaschinen-Optimierung (search engine optimization-SEO), in dem viel versprochen wird und bisher nur wenig Expertentum existiert. „Anbieter, die ihren Kunden den ersten Platz im Natural Listing einer großen Suchmaschine versprechen, sollte man sehr genau prüfen“, weiß SEO-Expertin Karin Wedra vom Münchener Internet-Spezialisten Ray Sono. „Zum einen ist diese Position nur dann wertvoll, wenn der zugrunde liegende Suchbegriff auch tatsächlich von der Zielgruppe verwendet wird. So wird ein auf Schülerreisen spezialisiertes Reisebüro von potentiellen Kunden nicht durch die Begriffe ‚Luxusreisen’ oder ‚Auslandserfahrung’ gesucht werden, sondern eher durch Keywords wie ‚Klassenfahrt’, oder ‚Sprachreisen für Schüler’ und so fort.
Zum anderen verändern die Betreiber aller großen Suchmaschinen regelmäßig insgeheim ihre Strategien, nach denen die Positionen im Natural Listing berechnet werden.“ Tatsächlich sind sich Google und Co. des enormen Einflusses durchaus bewusst, den ihre Rechercheergebnisse auf das Wirtschaftsgeschehen in der Welt haben. Und sie wissen auch, dass große Internet-Anbieter eigene Abteilungen beschäftigen, die Tag für Tag durch gezielte Optimierung eine möglichst gute Position in den Suchmaschinen zu erlangen versuchen. Um Manipulationen an den Natural Listings in großem Stil zu verhindern, hüten deshalb die Betreiber ihre Strategien, nach denen sie das Internet durchkämmen und die Relevanz der gefundenen Websites berechnen, wie einen Gralsschatz. Dennoch dringen zumindest Einzelheiten zu den Experten durch: “Lange Zeit haben sich die Robots und Spider, die im Internet unterwegs sind und Webseiten nach Schlüsselwörtern durchsuchen, hauptsächlich an den Einträgen in den ‚Meta Keywords’orientiert. Dieser Bereich wurde von den Erfindern des Internet ursprünglich genau für diese Suchbegriffe vorgesehen. Inzwischen beobachten wir, dass vor allem der eigentliche Inhalt einer Website nach Schlüsselwörtern durchsucht wird, und auch Elemente wie der Browsertitel (Title Tag) erfasst werden“, erklärt Karin Wedra.
Wer nun meint, er könne doch seine gesamte Homepage einfach mit allen Schlüsselwörtern zupflastern, die irgendwie mit seinem Angebot oder mit den Gewohnheiten der Internet-Nutzer in Zusammenhang stehen, der hat die Rechnung wiederum ohne den Suchmaschinen-Betreiber gemacht. So wird beispielweise der Versuch, in einer Internet-Seite in größerem Umfang geeigneten Blind-Text (z.B. weiße Schrift auf weißem Grund) mit relevanten Suchbegriffen zu platzieren, nicht nur von den meisten Suchmaschinen als unerlaubtes Hilfsmittel erkannt. Die Betreiber nehmen sich im Extremfall sogar das Recht heraus, derartig „gedopte“ Seiten komplett für die Ergebnisanzeige zu sperren, bis der Homepage-Inhaber die unerlaubten Hilfsmittel entfernt hat. Das Beispiel der vorübergehenden Sperrung des Portals Automobile.de aus dem vergangenen Jahr zeigt eindrucksvoll, dass selbst sehr große Anbieter nicht vor den strikten Reglements der Suchmaschinen-Betreiber ausgenommen sind und neben Umsatzeinbußen auch Imageschäden hinnehmen müssen.
Wesentlich erfolgversprechender ist hier der Rat von SEO-Experten wie Karin Wedra, die nicht nur die gesamte Palette erlaubter Kniffe kennen, sondern das Thema auch in einem größeren Zusammenhang sehen: „Erfolgreiches Suchmaschinen-Marketing besteht aus drei Bausteinen: Suche, Treffer und Landingpage. Um diese Schritte bestmöglich umzusetzen, ist es notwenig, seine Zielgruppe genau zu kennen, um die Suche direkt auf den Nutzer abzustimmen. Welche Informationen sucht er? Welche Suchbegriffe nutzt er? Tauchen diese Begriffe in meinem Internet-Angebot überhaupt auf und erkennt die Suchmaschine diese Begriffe? Führt die Ergebnisanzeige der Suchmaschine tatsächlich auf die gewünschte Seite auf der Homepage?“
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Suchmaschinen-Optimierung keinesfalls ein einmaliger Aufwand ist, den der Programmierer beim Erstellen einer Homepage nebenbei mit erledigt. Es ist vielmehr eine regelmäßige Aufgabe, Inhalt und Programmiercode einer Homepage an die gerade aktuellen Anforderungen der Suchmaschinen-Betreiber anzupassen und im Verbund mit zusätzlichen Werbe-Strategien eine optimale Wahrnehmung im World Wide Web zu erzielen.
(www.raysono.com)
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One Response to “Suchmaschinen: Ganz vorne dabei!”
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Tja was würde man heute ohne Suchmaschinen machen? Das ganze ist genau so unvorstellbar wie..was würde man heut zu Tage ohne Handys machen. Obwohl vor 20 Jahren gabs beides noch nicht und die Leute lebten auch
Aber das ist der Fortschritt…immer schneller und immer besser zu werden!